Donnerstag, 1. November 2018

V. (5 - Die Dachdämmung) - Handwerk, das Leiden schafft - Im Ton vergriffen, Herr V.!

Eine gefühlte Ewigkeit bin ich der Nachbesserung der schiefgelaufenen Dämmung unseres Dachgeschosses (Teil 1) hergelaufen. Bereits im Februar 2018 tropfte es, im Juli wurde endlich nachgebessert (Teil 2). Danach ärgerte ich mich über die Schäden (Teil 3). Herr V. zeigte sich insgesamt überhaupt nicht kooperativ, erschien zu den beiden letzten Terminen, um die Nachbesserungen abzuschließen, einfach nicht (Teil 4). Danach hielt er es nicht für nötig, sich zu melden oder gar zu entschuldigen. Deswegen schrieb ich am 18. Oktober 2018 eine den Fakten entsprechende Bewertung bei Facebook:
2016 waren wir mit der Arbeit von Herrn V. zufrieden. Leider hat die Qualität seitdem sehr nachgelassen. Herr V. hielt sich beim Folgeauftrag häufig nicht an Zusagen, Absprachen, Termine. Trotz Fristsetzungen liefen wir Monate hinter Nachbesserungen her. An den beiden letzten ausgemachten Terminen erschien Herr V. nicht. So werden wir wohl auf unseren Schäden sitzen bleiben, die überwiegend durch sein Subunternehmen verursacht wurden, welches entgegen der Absprache Arbeiten übernahm, mit denen wir eigentlich Herrn V. selber beauftragt hatten: der nagelneue Vinylboden im DG wurde offensichtlich bei den Arbeiten nicht (gut genug?) abgedeckt, einige Farbreste in den Ritzen lassen sich auch per Bürste nicht entfernen; die Rahmen der neuen Dachfenster wurden beim Einbau und den anschließenden Nachbesserungen verkratzt und angeschlagen; eine Lampe im Treppenhaus ging zu Bruch; der Lack unserer neuen Holzeingangstür und die neue Fußleiste wurden mit Spachtelmaterial beschmiert, welches sich nicht rückstandslos entfernen ließ.
Professionell wäre es gewesen, wenn Herr V. sich nach dieser Bewertung mit mir in Verbindung gesetzt, für die beiden verpassten Termine entschuldigt und einen neuen Termin vorgeschlagen hätte, um die Arbeiten abzuschließen. Stattdessen schreibt er einen Kommentar, wie ihn ein beleidigtes Kind nicht besser hätte verfassen können:


Wie viele Male ich in den letzten Wochen, nein Monaten (!) zum Hörer gegriffen habe, kann ich schon gar nicht mehr zählen. Ein persönliches Gespräch hat er dagegen nie gesucht. Wie die zwei kleinen Kratzer am Fensteraußenrahmen (außen?!?) und der eine (!?) Farbfleck mit Innenfarbe aussehen, weiß er ganz genau, er hat alle Bilder per WhatsApp bekommen. In seinen Augen hat also nun alles "ein Ende genommen", er lässt uns also tatsächlich sitzen!

Eigentlich verschenkte Zeit, trotzdem eine Antwort von mir:
Sehr geehrter Herr V., wie bereits erwähnt: Wir waren mit Ihrer Arbeit 2016 (Schlafzimmer, Küche, Kinderzimmer, Keller und Eingangsbereich) zufrieden und haben dies damals auch nochmal extra honoriert! Genau aus diesem Grund haben wir Sie 2017 mit der Dachdämmung und den Ausbesserungen am Mauerwerk an der neuen Haustür beauftragt. Hinter den Nachbesserungen nach dem Wassereintritt im Dachgeschoss und den Nachbesserungen der Nachbesserungen musste ich monatelang her laufen. Sie sind noch immer nicht beendet, weil Sie zu den letzten beiden Terminen nicht erschienen sind.
Sie und ich, wir wissen, das wir bei den “Kollateralschäden” nicht lediglich von einem Flecken, zwei Kratzern und einer Lampe sprechen. Es geht darum, zu Fehlern zu stehen und eine für beide zufriedenstellende Lösung zu finden. Dann hätte ich Ihnen auch gerne eine positive Bewertung geschrieben. Aber die Diskussion über die Details gehört in meinen Augen nicht hier her.
Eine weitere Person aus Herrn V.s Bekanntenkreis kommentiert ebenfalls:


Auch hier eine Antwort von mir:
Sehr geehrter Herr H., es freut mich sehr, dass Herr V. bei Ihnen zu Ihrer vollsten Zufriedenheit gearbeitet hat. Wir waren 2016 ja auch zufrieden, sonst hätten wir ihn 2017 nicht erneut beauftragt. Selbstverständlich habe ich Herrn V. immer wieder über verschiedene Kommunikationswege kontaktiert und immer wieder auf die Probleme hingewiesen. Es liegt mir fern, jemanden unberechtigt zu beschuldigen, wie Sie in anderen Bewertungen von mir bei Google etc. lesen können. Es handelt sich somit nicht um Rufschädigung sondern lediglich um eine sachliche Bewertung, wie der Handwerker bei uns gearbeitet und wie er sich verhalten hat. Sicher gibt es Kunden, die zufrieden sind, die schreiben hier dann eine positive Bewertung.
Zudem kommentiert Herrn V.s Frau:


Da wird es mir dann echt zu billig. Herr V. hat einen Haufen Geld von uns bekommen und nicht nach Absprache gearbeitet! Ich kann (und will) mich nicht "an dem Guten" erfreuen, wenn dabei so viel zu Schaden gekommen ist. Würde Frau V. mit Sicherheit auch nicht, wenn sie das ganze ein Netto-Jahresgehalt gekostet hätte!

Die Beiträge von Herrn und Frau V. sowie von Herrn H. werden reichlich "geliked" (alles "Freunde" von Herrn V. und/oder Frau V., soweit ich mir die Mühe gemacht habe, die Namen nachzusehen. Interessant, wer alles detailliert über die Vorfälle informiert wurde ...

Und ganz zufällig flattert am 19. Oktober eine weitere Bewertung rein:


Ja, wenn "mal" das Subunternehmen am "Werk" gewesen wäre, wäre bei uns vielleicht auch nicht so viel schief gelaufen. Aber Herr V. hat es ja vorgezogen, gar nicht zu erscheinen. Stattdessen hat er viele Versprechungen gemacht und nie gehalten. Die Hitzeschutz-Rollos werden wir uns nun selber kaufen.

Vor diesem Post gab ich Herrn V. nochmal zwei Wochen Zeit, sich persönlich bei uns zu melden und die Geschichte doch noch zu klären. Leider hat er daran offensichtlich kein Interesse.

Vielen Dank Herr V. für Ihre professionelle Zusammenarbeit!





Dienstag, 9. Oktober 2018

V. (4 - Die Dachdämmung) - Handwerk, das Leiden schafft - Ein Handwerker stellt sich stur

Wir erinnern uns: Die Dachdämmung wurde nicht ordentlich durchgeführt (Teil 1), die Nachbesserungen auch nicht (zudem mussten wir Monate dahinter her laufen - Teil 2), von Herrn V. lediglich Worte und keine Taten (Teil 3). Im Dachgeschoss noch immer eine Baustelle, die wir gerne abschließen würden ...
30.08.18, 19:15 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Keine Antwort.
04.09.18, 09:55 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Keine Antwort.
05.09.18, 10:29 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Keine Antwort.
06.09.18, 10:13 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Keine Antwort.
07.09.18, 09:56 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Keine Antwort. Inzwischen ist "Anfang übernächster Woche" erreicht, wo Herr V. eigentlich schon kommen wollte.
10.09.18, 09:17 - Michaela Rühl: Wäre der Termin dann heute oder morgen?
Keine Antwort.
10.09.18, 12:17 - Michaela Rühl: Herr V., wir müssen das möglichst zeitnah machen. Oktober und November habe ich [...] und [...]. Ab Dezember geht N. in den Kindergarten und ich kann mir meine Zeit nicht mehr selber einteilen. Kommen Sie diese Woche noch - wie von Ihnen vorgeschlagen?
Keine Antwort.
11.09.18, 16:37 - Michaela Rühl: Machen Sie bitte Terminvorschläge!
Keine Antwort. Zwei Wochen seit dem letzten Lebenszeichen von Herrn V. vergangen.
13.09.18, 08:43 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wann kann ich mit Terminvorschlägen rechnen?
13.09.18, 09:10 - V.: 24.09.... 8 Uhr? Ich muss ja zweimal kommen....
13.09.18, 09:13 - Michaela Rühl: OK, 24.9. um 8 Uhr
Noch elf Tage, genug Zeit, eine Liste mit offenen Punkten zu erstellen:
  • Haustür: Auf dem Rahmen sieht man noch immer die Flecken, die das Subunternehmen hinterlassen hat, die Leiste unten ist noch immer verfärbt, obwohl wir jeden Tag mehrfach drüber laufen.
  • Eingangsbereich: Letzten Sommer haben wir beauftragt (und bezahlt), die im Eingangsbereich beim Einbau der neuen Haustür entstandenen Schäden an den Wänden zu spachteln und zu streichen. Es wurde lediglich gespachtelt. Gestrichen sollte werden, wenn die Spachtelmasse ausgetrocknet sei.
  • Treppenhaus: Beim Transport der Materialien für den Dachausbau ging eine Lampe im Treppenhaus kaputt. Herr V. wollte sich "auf dem kleinen Dienstweg" darum kümmern. Wir wissen bis heute nicht, wie der aussieht, ob das lediglich heißt, dass wir auf den Kosten für den Ersatz sitzen bleiben?
  • Bad: Mehrfach wies Herr V. beim Gang durch unser Treppenhaus darauf hin, er habe die Leiste der Schwelle zum Bad nicht korrekt angebracht, die müsse er noch richten.
  • Dachgeschoss:
Am 24. September spurtete um kurz nach 8 Uhr ein vollbeladener Handwerker an mir vorbei ins Dachgeschoss, nachdem Sohnemann ihm die Tür geöffnet hatte. Oben wurde - gefühlt - sehr hektisch etwas angerührt, gespachtelt und der Rahmen ausgebeult.

Spachtel hier ...
... und Spachtel dort.
Vorher ...
... und nachher.
Lackschaden
Herr V.: "Stört Sie der Lackschaden sehr? Dafür gibt es keinen Lack-Stift."

Ja stört mich. Genau wie die Hektik, die grad an den Tag gelegt wird!

Als Herr V. kurze Zeit später wieder auf dem Sprung war, habe ich doch noch gewagt, mit meiner "Liste" anzufangen, die über das Spachteln hinaus ging.

Bei meinem Hinweis auf die zahllosen Kratzer an den Fensterrahmen bekam ich zu hören: "... stellt sich die Frage, wer die gemacht hat ..." Ich hatte bereits direkt nach dem Einbau 2017 auf die da schon recht zahlreichen Kratzer in den (neuen!) Fensterrahmen hingewiesen und gefragt, ob es sich evtl. um B-Ware gehandelt haben könnte, was aber damals - und heute - abgestritten wurde. Zudem habe ich die neuen Kratzer nach der Ausbesserung "abnehmen" lassen. Zu dem Zeitpunkt wurde anerkannt, dass die Kratzer nicht durch mich sondern durch den Ein-/Ausbau zustande gekommen sein müssen und wegpoliert werden können.

Beim wackelnden Lichtschalter handelt es sich lt. Herrn V. um Komponenten, die "so nicht zusammengehören". Wurde so 2016 von Herrn V. eingebaut, der von mir die Farbe der Steckdosen haben wollte. Konnte ich ihm spontan leider nicht nennen, da ich auf meine Mail von damals zu dem Thema nie eine Antwort bekam und die Farbe mündlich "abgesprochen" wurde. Ich verspreche, auf seiner Rechnung nachzusehen. Zudem ist das Ding jetzt so fest rein gerammt, das es (erstmal?) zu halten scheint.

Auf dem Weg runter erwähnte ich die zerschlagene Lampe, die nicht fertig gestrichenen Wände im Eingangsbereich und die Verfärbungen an Haustür und Leiste: "Jetzt kommen Sie mit Sachen, die höre ich zum ersten Mal!" Hätte ich zu viel Zeit, könnte ich herauszusuchen, wo ich per Mail und per WhatsApp auf die Punkte hingewiesen habe.

Zur Lampe kam gar nichts. Der "kleine Dienstweg" ist wohl tatsächlich so klein, dass er zu nichts führt ...

Zur Leiste an der Tür wurde ich gefragt: "Wie soll das denn bei unseren Arbeiten passiert sein?" Wie das passiert ist, weiß ich auch nicht, aber dass es passiert ist, das weiß ich. Nach den Arbeiten draußen an der Tür waren nicht nur Reste von der Masse am Türrahmen sondern auch auf der Fußleiste. Und warum das passiert ist, würde mich am meisten interessieren.

Lack will er tupfen. Nachdem er wieder von RAL und Lack-Stift anfing und ich ihm - zum wiederholten Mal - erzählte, dass die Farbe bereits seit über einem Jahr bereit steht.

Die Leiste am Bad, die weißen Flecken auf dem Vinyl-Boden und die Wärmeschutz-Rollos habe ich dann gar nicht mehr gewagt zu erwähnen. Herr V. ging mit den Worten, dass er sich auf jeden Fall heute noch melden wolle um mir den zweiten Termin - auf jeden Fall noch in dieser Woche - mitzuteilen.

Wieder im Dachgeschoss angekommen musste ich feststellen, dass Herr V. meinen Wertstoff-Müll missbraucht hatte. Überraschte mich jetzt nicht so, macht sein Subunternehmen ja genauso.


An diesem Tag (Montag) bekam ich von Herrn V. keine Meldung mehr. Am Dienstag:
25.09.18, 15:55 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wann kommen Sie?
Die Farbe des Lichtschalters konnte ich nicht finden, [...] Aber Sie können das sicher in Ihren Unterlagen nachsehen.
Gruß, Michaela Rühl
Am Donnerstag (bis einschließlich Mittwoch habe ich tatsächlich noch gehofft, er würde sich von selber melden):
27.09.18, 07:27 - Michaela Rühl: Guten Morgen Herr V.! Sie wollten sich Montag wegen eines zweiten Termins in dieser Woche melden. Leider ist bei mir nichts angekommen.
Später am Donnerstag (immerhin habe ich extra die ganze Woche für eventuelle Arbeiten bei mir freigehalten!):
27.09.18, 12:09 - Michaela Rühl: Wann können Sie kommen?
27.09.18, 12:30 - Chris V.: Montag früh ok?
27.09.18, 12:39 - Michaela Rühl: Geht auch Dienstag früh?
27.09.18, 12:40 - Chris V.: Geht auch
27.09.18, 12:41 - Michaela Rühl: OK, dann lieber Dienstag. Und dann erledigen Sie alles, was noch offen ist?
27.09.18, 12:44 - Chris V.: Schleifen und nochmal spachteln.... einen Termin brauchen wir noch. Bin am Dienstag nur kurz da zum zweiten Mal spachteln
27.09.18, 12:45 - Chris V.: Schon um 7:30, dauert nicht lange
Wie jetzt? Ein dritter Termin? Am 13. September hieß es noch "Ich muss ja zweimal kommen...."!
27.09.18, 12:46 - Michaela Rühl: Und wann kommen Sie dann nochmal? Ich kann in der ganzen Zeit das Dachgeschoss nicht nutzen [...]
Keine Antwort. Am 2. Oktober dann:
02.10.18, 07:22 - Chris V.: Guten Morgen, wird 8 -8:15
Um 8:17 Uhr war er da, kurz geschliffen, ein bisschen Silikon gespritzt (dachte "Schleifen und nochmal spachteln"?!?) ... auf Nachfrage wegen des dritten Termins kam: "Vielleicht schaffe ich es Freitag." Er werde "wie heute gegen halb acht/acht" kommen.
Er melde sich, falls es nicht klappe.
In dem Fall käme er dann Montag.
Passte mir nicht.
"Dann Dienstag!"
Wir sind gespannt.

So sahen die an den Fenstern ausgebesserten Stellen nun aus:




Freitag Morgen 7:30 Uhr, alles wartet auf Herrn V., Herr V. kommt nicht.
5.10.2018, 08:30 - Michaela Rühl: ?
5.10.2018, 08:38 - Michaela Rühl: Wann kommen Sie?
5.10.2018, 08:46 - Michaela Rühl: Sie wollten halb 8/8 Uhr hier sein.
5.10.2018, 12:37 - Chris V.: Hallo, ganz ehrlich, ich habe es vergessen.... ??
Hallo, ganz ehrlich, so langsam habe ich die Nase voll ...

Hallo, ganz ehrlich, auch am Dienstag kam er nicht.

Wenn man überlegt, dass die Frist zur Beendung der Nachbesserung eigentlich am 6. Juli abgelaufen ist ... [Weiter zu Teil 6 - Im Ton vergriffen, Herr V.!]

Dienstag, 11. September 2018

V. (3 - Die Dachdämmung) - Handwerk, das Leiden schafft - Die Folgen der Ausbesserung

Rückblick: Nach der schief gelaufenen Dachdämmung (Teil 1) wurde ich von Herrn V. tatsächlich vorläufig wohlgestimmt, wollte der Chef doch selber (lt. Facebook-Post und WhatsApp-Versicherung) bei den Nachbesserungen vor Ort bleiben. Doch wir wurden (wieder; Teil 2) enttäuscht: Herr V. verschwand während der Arbeiten im Dachgeschoss! Und als uns schließlich die nicht-deutsch-sprechenden Handwerker verlassen hatten, ging ich nach oben.

Die bereits beim Einbau im letzten Sommer verhunzten Fenster waren nach der Aktion noch viel verhunzter, die Leisten an einem Fenster total verbogen. Der Boden versaut. Beim Schrubben auf allen Vieren hätte ich heulen können.
17.07.18, 16:53 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wollten Sie uns nicht noch Bilder schicken? Gruß, Michaela Rühl
17.07.18, 17:26 - V.: Gut das sie es sagen, ich muss die Jungs vom Marek nochmal am Donnerstag ansprechen, sie haben aber welche gemacht
"Gut, dass Sie es sagen"!?! Er hatte keine Bilder für mich, aber ich welche für ihn: Verhunzte Fenster und ein verbogener Rahmen (von den total versauten Wänden sagte ich nichts, die kann man spachteln und überpinseln). Ich bat um Abnahme, da er ja während der Reparatur wieder verschwunden war.

Nur mal als Einwurf: So hätte dann wohl unser Gartenhaus ausgesehen, hätten wir es von diesen Handwerkern aufbauen lassen ...

Am 18. Juli 2018 war Herr V. vor Ort: Kann man angeblich alles weg polieren, gerade hämmern, mit dem Lackstift ausbessern. Sofort wollte er das nicht machen, erstmal eine "Kältewelle" abwarten.

Ich dachte, jetzt ist alles dicht?

Lieber bis November oder so warten.

Da war im letzten Jahr noch nichts zu sehen. Aber um des Friedens willen willigte ich ein.

Wir warteten weiter auf die Bilder, eine Woche später funkte ich Herrn V. erneut an.
24.07.18, 10:22 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wollten Sie uns nicht noch Bilder schicken? Gruß, Michaela Rühl
24.07.18, 13:04 - V.: Hallo Frau Rühl, bin gerade in München. Ich mache es Anfang nächster Woche..... beste Grüße
"Anfang nächster Woche" vorbei, am Mittwoch schickte ich meinen Spruch zum dritten Mal:
01.08.18, 13:12 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wollten Sie uns nicht noch Bilder schicken? Gruß, Michaela Rühl
Keine Reaktion, ich schickte den Spruch am Freitag zum vierten Mal:
03.08.18, 09:04 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wollten Sie uns nicht noch Bilder schicken? Gruß, Michaela Rühl
03.08.18, 10:15 - V.: Guten Morgen, die Jungs kommen erst wieder am Montag, dann umgehend. Hab des auch nicht immer aufm Schirm, sry..... Grüße V.
Ich einen Tag nach dem Montag zum fünften Mal:
07.08.18, 07:30 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., wollten Sie uns nicht noch Bilder schicken? Gruß, Michaela Rühl
Es kamen tatsächlich sechs Bilder von abgeklebten Stellen an der Dachdämmung.
08.08.18, 15:22 - Michaela Rühl: Hallo Herr V.,
vielen Dank für die Fotos! Wenn Sie meinen, das sieht jetzt dicht aus, käme es uns sehr entgegen, wenn Sie die abschließenden Arbeiten bald durchführen könnten. Wir würden die Baustelle nach so langer Zeit gerne zu einem Ende bringen.
Gruß
Michaela Rühl
Keine Reaktion. Text nochmal in Kopie mit folgendem Text:
13.08.18, 12:11 - Michaela Rühl: Hallo Herr V., vielleicht haben Sie meine letzte Nachricht überlesen. Hier nochmal 😀 Gruß, Michaela Rühl
Eine Antwort:
13.08.18, 14:43 - Chris V.: Hallo Frau Rühl, wir sollten eigentlich schon wie ausgemacht die Schlechtwetterfronten im Winter abwarten, um nicht nochmals nacharbeiten zu müssen. So hatten wir es ja auch besprochen. Da es ja ein Garantiefall ist, entstehen ja auch keine Kosten für sie.
Wir haben es fachgerecht behoben, wurde aber ein anschließen der Arbeiten erst nach der winterperiode vorschlagen. Der Aufwand ist gering und für sie ja nicht arbeitshindernd...... beste Grüße V.
"Fachgerecht behoben", siehe Bilder oben. Außerdem: Woher weiß Herr V., was für mich "arbeitshindernd" ist? Da ich so im Dachgeschoss noch über Monate nicht weiter einrichten kann, möchte ich die Baustelle so bald wie möglich beenden. Es muss doch auch im Interesse eines Handwerkers sein, eine Baustelle zu einem Ende zu bringen?
14.08.18, 12:43 - Michaela Rühl: Hallo Herr V.,
uns wäre - ehrlich gesagt - sehr daran gelegen, das Thema Dachgeschoss endlich abzuschließen. Ich ärgere mich täglich über die verhunzten Wände und die verkratzen/verbogenen Fensterrahmen. Zudem wären bei der letzten Hitzewelle die Hitzeschutzrollos wirklich hilfreich gewesen, so konnte man es dort teilweise kaum aushalten.
Grüße
Michaela Rühl
Wieder keine Reaktion. Ich frage mich so langsam, woher die Facebook-Bewertungen kommen: "Erstklassiger, schneller Service, gute Erreichbarkeit.[...]", "Kompeten, pünktlich, gut. Sehr empfehlenswert", "Kompetent, freundlich, unkompliziert und die Arbeit hat sehr hohe Qualität!" ... wobei ... oops: "Bis auf die erste sind die ja noch aus der Zeit (2016), als auch wir noch zufrieden waren mit der Arbeit des Herrn V.! Also noch ein Versuch:
17.08.18, 08:49 - Michaela Rühl: Hallo Herr V.,
uns wäre - ehrlich gesagt - sehr daran gelegen, das Thema Dachgeschoss endlich abzuschließen. Ich ärgere mich täglich über die verhunzten Wände und die verkratzen/verbogenen Fensterrahmen. Zudem wären bei der letzten Hitzewelle die Hitzeschutzrollos wirklich hilfreich gewesen, so konnte man es dort teilweise kaum aushalten.
Grüße
Michaela Rühl
17.08.18, 08:57 - Chris V.: Ich bin im Urlaub
17.08.18, 09:01 - Michaela Rühl: Dann melden Sie sich bitte mit einer Antwort, wenn Sie aus dem Urlaub zurück sind.
Keine weitere Meldung an mich. Dafür ein Facebook-Beitrag vom 29. August 2018:


Ist wohl ein Leserbrief, der Autor wurde unkenntlich gemacht. Auf diesen Beitrag antwortete ich per Screenshot via WhatsApp:
30.08.18, 09:36 - Michaela Rühl: ‎IMG-20180830-WA0000.jpg (Datei angehängt)
Genau aus den o.g. Gründen haben wir Sie mit der Dachdämmung beauftragt. Durchgeführt wurden die Arbeiten entgegen unserer Absprache komplett von ihrem osteuropäischen "Subunternehmen". Und jetzt haben wir den Salat. Wann kommen Sie zum Beheben der Schäden?
30.08.18, 15:27 - Chris V.: [...]Wir hatten eine Absprache vor Ort, 2 mal sind wir beide zu dem Entschluss gekommen, das es sinnvoll ist, die 2 kleinen Ecken* auszubessern, wenn mal eine kältere Periode anbricht, um auch sicher zu gehen, das das Problem vollends behoben ist**. Das ist ja nur in Interesse beider.
Auch habe ich sie das letzte mal gefragt, ob sie die kosmetischen Fehler stören, sie haben das verneint..... das ist mein letzter Stand der Dinge, mit Ihnen besprochen***..... sollten sie das vorziehen wollen, was ich nicht empfehle, dann müssen wir für Anfang übernächster Woche einen Termin finden....
Ps: die Jungs wissen was sie tun****, der Artikel war eine Info für Kunden, auch für sie, das es in Zukunft schwierig wird, Termine zu finden. Das hat nichts mit den Leuten zu tun, die hier leben und arbeiten*****. Wir sind auf gute Leute aus dem Ausland angewiesen, weil in unseren eigenen Reihen nichts mehr nachkommt....
30.08.18, 15:27 - Chris V.: Grüße V.
30.08.18, 19:15 - Michaela Rühl: Super, wann können Sie kommen? Gruß, Michaela Rühl
Nur so als Hinweise:
*Es handelt sich nicht um "2 kleine Ecken", wie sich den Fotos oben entnehmen lässt. Auch ist mir nicht bekannt, wann wir "2 mal" "beide" zu dem Entschluss gekommen sind.
**Bei der Besichtigung von Herrn V. am 18. Juli 2018 wurde ich quasi "überredet", die Nacharbeiten nach der nächsten Kältewelle durchzuführen, wobei unsere Meinungen sehr weit auseinander gingen, wo tatsächlich bewiesen ist, ob alles dicht ist. Meiner Meinung frühestens Anfang 2019 (in Anlehnung an das erste Auftreten der Feuchtigkeit), lt. Herrn V. bereits im November.
***Gerade kurz davor von mir geschrieben: "Ich ärgere mich täglich über die verhunzten Wände und die verkratzen/verbogenen Fensterrahmen."
****Ich war dabei, als ihnen am 13. Juli 2018 von Herrn V. kleinteilig erklärt wurde, wie die Fenster ausgebaut werden mussten und wo man abkleben werden sollte.
*****"hier leben" würde beinhalten, dass auch die Familien hier wohnen?

Eigentlich hatte ich gehofft, endlich zu einem Ende zu kommen, aber leider zieht Herr V. die Reparatur in die Länge. [Weiter mit Teil 4 - Ein Handwerker stellt sich stur]

Donnerstag, 30. August 2018

V. (2 - Die Dachdämmung) - Handwerk, das Leiden schafft - Es tropft!

Rückblick: Dachgeschoss-Dämmung bei Herrn V. beauftragt. Anfang 2018 feuchte Stellen über den beiden Fenstern entdeckt (Teil 1 der Dachdämmung)

Ich informierte Herrn V. am 7. Februar 2018 über "tropfende Stellen" im Dachgeschoss per WhatsApp. "Unbedingt anschauen", hieß es.

Herr V. war dann zweimal zu von ihm vorgegebenen Terminen da, am 8. Februar 2018 und am 10. März 2018, jeweils um 8 Uhr (ich habe noch darauf hingewiesen, dass früh morgens Dächer gerade zu dieser Jahreszeit feucht sein können). Beim ersten Termin schaute er mit seinem Kollegen vom "Subunternehmen" aus den Fenstern raus, zum Heraussteigen auf das Dach sei es aber zu nass. Beim zweiten Termin kam er nicht einmal ins Haus (und hatte dem Subunternehmen schon vorher abgesagt), und sagte gleich, das Dach sei zu nass zum Heraussteigen. Lt. seiner Aussage sei es jedoch unumgänglich aufs Dach zu steigen, um dem Problem auf die Spur zu kommen. Parallel wollten wir trotzdem das Projekt "Vorgarten" starten, dessen Details wir dann an dem Tag immerhin zum x-ten Mal durchgekaut haben.

Seit dem Frühling bzw. seitdem die Temperaturen angestiegen, tropfte es nicht mehr. Sogar nach anhaltenden Regenfällen blieben die Stellen über beiden Fenstern trocken.

Anfang April mussten wir Herrn V. den eigentlich schon fest gebuchten Auftrag wegen mangelnder Mitarbeit seinerseits absagen, zum Dachgschoss hüllte er sich danach in Schweigen. Kontaktaufnahme von mir via WhatsApp:
25.04.18, 15:51 - Michaela Rühl: Hallo Herr V.,
wissen Sie schon, wann Sie sich um unser Dachgeschoss kümmern können? Aktuell tropft es zwar nicht, aber die von Ihnen versprochenen Hitzeschutzrollos könnten Sie dann auch gleich anbringen. In der letzten Woche war es dort oben schon recht warm.
Grüße
Michaela Rühl
26.04.18, 22:16 - V.: Halllo Frau Rühl,
Die zwei Sonnenschutzrollos werde ich beauftragen und ihnen zuschicken lassen. Dazu benötige ich die Nummer, die in den Fenstern hinterlegt ist ..
zum Thema Dach/ Innenausbau musss ich ihren sagen, das dies ein wassereintritt von außen über diese beiden stutzen ist. Wir können uns das gerne mal mit einem Dachdecker anschauen......
[...]Sollte sich herrausstellen, das wir nachbessern müssen, machen und müssen wir das, keine Frage. [...]
V.
26.04.18, 22:25 - V.: Wir wollten das ja, um Kosten zu sparen, in einem Aufwasch mit der Außenanlage erledigen, obwohl wir nur den Innenausbau gemacht haben. Lange Rede, kurzer Sinn..... wenn ein Esser
26.04.18, 22:29 - V.: Wassereintritt Von außen da ist, dann muss man das Dach begutachten, dazu bin ich gerne bereit. Unter voller Berechnung und Begutachtung meiner Arbeitszeit.....
[...]
Am 1. Mai 2018 habe ich Herrn V. eine längliche Mail geschrieben, wie wir die ganze Situation und sein Verhalten sehen.

Antwort (extrem gekürzt):
"[...]Nennen sie mir 5 Termine, dann schauen wir uns das an mit dem Dach. Wenn der Fehler Fehler nicht bei uns liegt, stellen wir ihnen den Aufwand in Rechnung.[...]"

Herr V. war sich (lt. späterer Whats-App-Sprachnachricht vom 2. Mai 2018) zu 90% sicher, dass es nicht an einer "Undichtigkeit der Dammsperre" sondern an den "Lüfter-Ziegeln" liegt, die jedoch genau so in allen (Reihen-)Häusern hier so verbaut sind:


Bei genauerer Begutachtung dieser Ziegel unsererseits mussten wir entdecken, dass offenbar eine Dachpfanne beim Aus- und Einbau eines Fensters zu Bruch gegangen war und durch die Handwerker geflickt wurde. Da sich dieses Flickwerk jedoch nur an einer Seite befand, schlossen wir es gleich aus, für die Feuchtigkeit verantwortlich zu sein, da der Wassereintritt ja bei beiden Fenstern nicht zu übersehen war.

Am 2. Mai entdeckt
Da Herr V. auch keinen neutralen Gutachter beauftragen wollte, telefonierte ich am 31. Mai 2018 mit einer Anwältin. Daraufhin setzten wir einen Schrieb mit Fristen an Herrn V. auf: Bis zum 6. Juli 2018 sollte Herr V. seine Arbeit nachbessern, bis zum 8. Juni 2018 sollte Herr V. uns mitteilen, ob er überhaupt gewillt sei, diese Nachbesserung durchzuführen. Der Schrieb wurde am 4. Juni 2018 zugestellt.

Am 19. Juni 2018 sprach Herr V. länglich auf meine Mailbox. Keine Entschuldigung wegen der Verspätung. Er wolle natürlich nachbessern, aber er habe grad zwei gebrochene Zehen und sei außer Gefecht gesetzt. Und könne so wahrscheinlich auch die gesetzte Frist nicht halten. Am 20. Juni 2018 noch eine Meldung per WhatsApp inklusive Detail-Foto vom Fuß (hätte ich echt nicht gebraucht!!!):
20.06.18, 16:06 - V.: Hallo Frau Rühl,
[...] Sobald ich besser beinander bin, nenne ich ihnen 2-3 Termin, wo wir uns das Ansehen. Ist das in Ordnung so?
Grüße V.
20.06.18, 17:05 - Michaela Rühl: Hallo Herr V.,
[...] Geht klar. Vor den Terminen bräuchte ich mind. 2 bis 3 Tage Vorlauf, da ja im DG wahrscheinlich einiges weggeräumt werden muss?
Grüße Michaela Rühl
Danach keine weitere Meldung an mich, lediglich am 26. oder 27. Juni 2018 eine Meldung auf Facebook (ich kann das leider nicht mehr nachsehen, der Beitrag scheint nachträglich verborgen worden zu sein):


Tiefgehende Worte: "... keine Arbeiten mehr mit Subunternehmern durchführen, außer ich bin vor Ort". Lässt hoffen.

Am 2. Juli 2018 nahm ICH wieder Kontakt auf.
02.07.18, 09:42 - V.: Ich muss noch abklären, ob die Jungs vom M. da sind, ich kann mir das einrichten..... ich sage ihnen Bescheid, sobald ich diese erreicht habe
02.07.18, 09:45 - Michaela Rühl: M.? Ich dachte, Sie machen das? Die Jungs können sicher immer noch kein Deutsch? Und ich kann kein Polnisch. Das wird wieder ein Drama...
02.07.18, 09:47 - V.: Ich bin doch dabei
"... außer ich bin vor Ort" scheint er tatsächlich ernst zu meinen! (dachte ich in diesem Moment tatsächlich ... aber siehe unten ...)

So sahen die Stellen nun im Vergleich zum Anfang des Jahres aus:
Februar 2018
Juli 2018
Februar 2018
Juli 2018
(Freitag, der) 13. Juli 2018, 8 Uhr morgens: V., M. und zwei "Jungs" von M. waren im Dachgeschoss beschäftigt. V. erklärte, wie die Fenster herauszunehmen sind, Dachpfannen wurden entfernt. Auf meinen Hinweis, dass ja bei undichten Lüfterziegeln das bereits beim Abriss hätte auffallen müssen, kam von Herrn V.: "Nein, natürlich nicht! Würden Sie etwa beim Herausreißen darauf achten?" - Ja!! Es bringt doch nichts, ein Dach für viel Geld zu dämmen, wenn die Ziegel drüber nicht dicht sind und die Dämmung dann durchweicht? Ich installiere ja auch nicht tagelang kompliziert zu installierende Programme auf einem Server, von dem ich weiß, dass er defekt ist und bald den Geist aufgeben wird?!

Die (geklebten) Risse in einer Dachpfanne sind natürlich nicht dafür verantwortlich, dass über beiden Fenstern im Dachgeschoss Wasser tropft. Ob und wie dieser Riss entstanden sein könnte, dazu wollte sich Herr V. nicht weiter äußern, er könne aber demnächst auf einer Baustelle eine entsprechende Pfanne mitbringen und bei uns geschwind einbauen. Ich schätze, davon werden wir nie wieder etwas hören.

Das Wasser über den Fenstern kam tatsächlich von außerhalb, da über beiden Fenstern "nicht richtig abgeklebt" war. Danach bekamen wir zwei Erklärungen dafür, weshalb die Stellen nicht richtig abgeklebt sein könnten:
  • "Kann auch schon vorher nicht richtig abgeklebt gewesen sein" - sieht man das nicht, ob etwas 1989 abgeklebt wurde oder erst 2017?
  • "Kann schnell passieren, da muss nur mal ein Anruf rein kommen, dann vergisst man das" - und der Anruf kommt dann auf beiden Seiten rein, während grad an der selben Klebestelle gearbeitet wird?
Großzügig erklärte Herr V., dass jetzt mal auf seine Kappe zu nehmen. Er habe den "Jungs" alles genau erklärt, er sei dann mal weg. Ich legte Veto ein, schließlich habe er mir doch versichert, er bliebe vor Ort! Nein, er müsse weiter.

Ob denn wenigstens M. da bleiben würde? "Nein, der kann ja noch viel weniger als seine Jungs!" What?! So richtig "nett" war das jetzt aber nicht!

Die "Jungs" würden Bilder machen. Die schicke er uns dann, damit wir auch sähen, dass nun alles vernünftig abgeklebt sei. Und schon war er weg.

Wir halten fest: Doch wieder nicht dabei geblieben! Wieder keine Abnahme!

Wer denkt, nun sei alles gut: Nö.

[Weiter zu Teil 3 - Die Folgen der Ausbesserung] (eigentlich sollten es maximal 2 Teile werden, aber Herr V. scheint kein Interesse daran zu haben, das Ganze endlich zu einem - für alle akzeptablen - Ende zu bringen ...)


Donnerstag, 19. Juli 2018

V. - Handwerk, das Leiden schafft - Der Vorgarten mit dem Gartenhaus

Schon vor der Dachdämmung wusste Herr V., dass wir unseren Vorgarten pflastern und ein Fahrradhaus drauf setzten lassen wollten. Immer wieder kam das zur Sprache, alleine die noch fehlende Ausnahmegenehmigung (die von März 2017 bis 11. Oktober 2017 dauerte und bei unserem Grundstück nötig ist) hielt uns noch von der Umsetzung ab.

Ab Oktober 2017 stand fest, welches Haus in den Vorgarten sollte, am 31. Oktober schickte ich Herrn V. detaillierte Informationen zu Haus und möglichen Untergründen per Mail.

Am 6. November suchten wir uns Steine zum Pflastern aus, die Info wurde an Herrn V. weitergegeben.

Herr V. sollte uns auf Basis der Informationen einen Kostenvoranschlag machen.

Zwischenzeitlich erfuhren wir, dass sich bei Herrn V. für Ende März Nachwuchs angekündigt hatte.

Dann kam die Kälte, Vorgarten wurde vorerst - im wahrsten Sinne des Wortes - auf Eis gelegt.
13.11.17, 16:24 - Michaela Rühl: Ja, gestern hat es auf dem Dilsberg schon geschneit ❄ dann melden Sie sich, wenn Sie mehr wissen! Viele Grüße!
Am 7. Februar 2018 fragte ich bei Herrn V. an, ob er sich zur Geburt "baby-frei" nehmen würde. Arbeiten müsse er trotzdem, das sei das "Los der Selbständigen".

Am 11. Februar 2018 schickte ich nochmal alle Daten zum Vorgarten inklusive Gartenhaus per Mail.

Am 15. Februar 2018 (Donnerstag) fragte ich per WhatsApp an, ob Herr V. bereits Zeit hatte, die Mail zu lesen.
15.02.18, 16:58 - V.: Hab noch keine Zeit gehabt, mache ich am Wochenende
15.02.18, 17:00 - Michaela Rühl: Ok, dann können Sie mich ja am Montag informieren
Nichts kam.

Am 20. Februar 2018 (Dienstag) fragte ich an, ob Herr V. ein schönes Wochenende gehabt und Zeit zum Lesen der Mail gefunden habe.
20.02.18, 16:03 - V.: Wir sind alle krank [...] Habs mir schon mal flüchtig angeschaut, wir telefonieren ja eh am Montag, die Temperaturen stehen uns etwas im Weg, mach ma am Montag ...
Am 26. Februar 2018 (Montag) angerufen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Herr V. wusste, was in der Mail stand. Ich wies nochmal auf den Kostenvoranschlag hin. Da Wetter unbeständig, sollte ich am 6. März 2018 wieder anrufen. Auch da hatte nicht den Eindruck, dass er die Mail gelesen hatte. Nochmal Hinweis auf den Kostenvoranschlag.

Am 10. März 2018 war Herr V. bei uns (eigentlich wegen des Dachgeschosses). Wir kauten alle Punkte nochmal durch, Herr V. notierte sich nichts. Ja, eigentlich auch unnötig, hatte er ja schon mehrfach per Mail von mir bekommen. Wir sollten aber schon mal das Gartenhaus ordern. Bei einer Lieferzeit von aktuell vier bis sechs Wochen sei das angebracht, da "im April" mit dem Vorgarten begonnen werden sollte. Wir wiesen nochmals auf den Kostenvoranschlag hin. Ohne den wollten wir auf keinen Fall beginnen und sagten das auch nochmals. Nebenbei erwähnte Herr V., dass er vor habe, sich in seinem Garten eine Outdoor-Küche zu erstellen.

Am 22. März 2018 war das Gartenhaus überraschenderweise schon geliefert und konnte zum Glück beim Händler auch "etwas länger" als die eigentlich vereinbarten "ein bis zwei Wochen" gelagert werden.

Am 26. März 2018 schickte ich Herrn V. nochmal eine Zusammenfassung aller Infos, Maße, ausgesuchte Steine etc. per WhatsApp mit der erneuten Bitte um einen Kostenvoranschlag. Die Woche käme er nicht mehr dazu, er würde das Ostern "zusammenschreiben". Da "Ende März" seine Tochter kommen sollte und Karfreitag 2018 auf den 30. März fiel, habe ich mir erlaubt, einen Hinweis zu geben:
26.03.18, 21:24 - Michaela Rühl: Hi, ich würde möglichst viel noch vor der Geburt erledigen, spreche aus Erfahrung
Wurde abgeschmettert. Sei seine zweite Tochter, er kenne sich aus. Parallel konnten wir via Facebook beobachten, wie seine private Outdoor-Küche Formen annahm, da sie offensichtlich wichtiger war als unser Kostenvoranschlag.

Ostersonntag. Kein Kostenvoranschlag.

2. April 2018 (Ostermontag):
02.04.18, 11:07 - Michaela Rühl: Frohe Ostern! Sind Sie schon dazu gekommen, unseren Kostenvoranschlag zusammenzuschreiben? Viele Grüße, Michaela Rühl
02.04.18, 11:34 - V.: Nein, bin gestern Papa geworden
Der Kostenvoranschlag kam dann am 4. April 2018. Er war er voller unvorhersehbarer Variablen die "nach Aufwand" abgerechnet werden sollten und erstmal mit 0 Euro angesetzt waren. Herr V. wollte dazu keine näheren Angaben machen, weswegen wir ihm den Auftrag nicht gaben, da uns der Gesamtpreis so schon recht hoch erschien. Und ganz ehrlich: Wir sind monatelang hinter dem (mehrfach zugesagten) Kostenvoranschlag hergelaufen. Wenn Herr V. den Auftrag hätte haben wollen, hätte er termingerecht geliefert. Außerdem hätte wieder die Gefahr bestanden, dass er sich nicht einmal auf der Baustelle hätte blicken lassen wie bereits bei der Dachdämmung ...

Zwei andere Handwerker dagegen wollten den Auftrag. Ein paar Telefonate und zwei Kostenvoranschläge später stand das Gartenhaus am 14. Mai 2018 fix und fertig im gepflasterten Vorgarten.

V. (1 - Die Dachdämmung) - Handwerk, das Leiden schafft - Ernüchternde Durchführung

Wer sich eine neue Gastherme gönnt, weil die alte in den letzten Zügen liegt und es keine Ersatzteile mehr gibt, wird - obwohl dadurch beispielsweise weniger Gas verbrannt wird - damit "bestraft", in bestehenden Wohngebäuden 15% der Wärme durch erneuerbare Energien zu decken oder entsprechende Ersatzmaßnahmen nachzuweisen (Quelle u.a. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg).

Wir ließen nach Einbau der neuen Gastherme als Ersatzmaßnahme gemäß EWärmeG einen entsprechenden Sanierungsplan für unser Dachgeschoss ausarbeiten und legten den Chr. V. von V.-Handwerk vor, der den Auftrag gerne übernehmen wollte. Zuvor hatten wir mit Herrn V. wirklich gute Erfahrungen gemacht: Nach dem Hauskauf im Sommer 2016 flieste er uns das Bad hübsch*, erledigte die abschließenden Elektroarbeiten, spachtelte, schliff und strich einen Großteil der Wände, installierte einen Briefkasten mit Sprechanlage und führte kleinere Ausbesserungen durch.

Zu den anstehenden Arbeiten im Dachgeschoss bekamen wir lediglich einen groben Kostenvoranschlag, der lt. Herrn V. "absichtlich sehr hoch angesetzt" war, voraussichtlich würde es günstiger werden: zwei Fenster für 1600 Euro, 160 Stunden Arbeitszeit, Material pro Quadratmeter 150 Euro. Der Gesamtpreis ließ uns schlucken, wir hofften (natürlich blauäugig) auf "günstiger".

Am 18. Mai 2017 begann ein "Subunternehmen" des Herrn V. mit der Dämmung. Abgemacht war, dass dieses Subunternehmen lediglich die "groben" Arbeiten übernehmen sollte wie das Herausreißen der Dachverkleidung und der alten Dämmung. Das Dämmen, Einsetzen der neuen Fenster, Anbringen der neuen Verkleidung etc. sollte lt. Absprache von Herrn V. übernommen werden (ursprünglich war sogar geplant, dass Herr V. zusammen mit Kollegen zusammen die kompletten Arbeiten übernehmen sollte).

Während der Baumaßnahmen musste ich jeden Abend Fotos im Dachgeschoss machen und diese per WhatsApp an Herrn V. übermitteln, der so den Fortschritt und die Güte der Baumaßnahmen begutachten wollte. Ich fotografierte, was das Zeug hielt, oft mit Zollstock daneben, damit beispielsweise die Dicke der Dämmung bzw. die Breite der Klebestreifen korrekt eingeschätzt werden konnte.

Am 6. Juni 2017 stellten wir fest, dass der Druck unserer (neuen) Therme total abgefallen war. Ich hätte ja gerne die Handwerker gefragt, ob etwas ihrer Tätigkeiten an dem Tag den Druck der Therme hätte beeinflussen können, aber mein Polnisch ist leider quasi nicht vorhanden. Und genau nur diese Sprache konnte das Subunternehmen von Herrn V. - von M. abgesehen, der aber nur selten auf der Bildfläche erschien. Herr V. konnte mir auch keine Auskunft geben. Er lies sich lediglich weiter Fotos schicken:
07.06.17, 17:56 - V.: Perfekt, das ist das Ziel, das ich nicht kommen muss. Ich schaue am Samstag vorbei zur Kontrolle. Fenster kommen am Montag.... geht es am Samstag Nachmittag bei Ihnen?
Hallo? Nicht kommen? So war das nicht ausgemacht!!

Leider schalteten wir zu dem Zeitpunkt nicht, da er uns hier ja quasi schrieb, die gesamten Baumaßnahmen vom Subunternehmen durchführen zu lassen.

Herr V. war so lediglich am 10. Juni persönlich vor Ort, um sich den Baufortschritt anzusehen, als eigentlich fast alles schon nahezu fertig war; er übernahm also nicht an eigentlich vereinbarter Stelle die Arbeiten.

Mitte Juni 2017 wurden die Arbeiten im Dachgeschoss abgeschlossen, bei denen wir noch ein paar Nachbesserungen am Haus in Auftrag gegeben hatten.

Bei den Arbeiten im Dachgeschoss wurde eine Lampe im Treppenhaus zerstört. Herr V. wollte sich "auf dem kleinen Dienstweg" darum kümmern.

Nichts ist passiert.

Der nagelneue Vinyl-Boden des Dachgeschosses wurde bei den Arbeiten entgegen der Absprache nicht oder nur ungenügend abgedeckt. Obwohl ich mehrfach auf allen Vieren schrubbte, konnte ich einige Spuren nicht entfernen. Lt. Herrn V. würde das von alleine verblassen, wenn nur erstmal drauf hin und her gelaufen wird:


So sieht es nach über einem Jahr aus, in dem ich immer mal wieder geschrubbt habe. Es befindet sich noch immer weiße Farbe in den Ritzen und an einigen Stellen sind helle Schleier auf dem Boden.

Es sollte übrigens die Wandfarbe verwendet werden, die Herr V. bereits im Vorjahr auf all unseren anderen Wänden verwendet hat, damit wir uns nur einen Topf "in Ersatz" in den Keller stellen müssen. Hat nicht geklappt, obwohl uns Herr V. das versichert hatte: "Kein Problem, ich habe jetzt auch ein Konto beim Farbenkontor!" Stattdessen wurde irgend eine Feld-Wald-und-Wiesen-Farbe verwendet.

Bei den "kleineren Ausbesserungen" an unserem Haus durch das Subunternehmen (sollte eigentlich auch Herr V. übernehmen) wurden der Lack unserer nagelneuen Holzeingangstür sowie die nagelneue Schwelle beschädigt. Herr V. wollte sich darum kümmern ("Finden Sie bitte die RAL-Nummer heraus, ich besorge einen Lack-Stift!"), wenn es auch in seinen Augen völlig unnötig ist: "Das ist eine Außentür, da werden Sie aufgrund der Umwelteinflüsse schon nach kurzer Zeit nichts mehr von sehen.":

Spachtelzeugs auf dem Lack, das ich nicht weg bekomme, nicht mal mit der "Geheimwaffe" Nagellackentferner
Beim Wegwischen Streifen in den Lack gewischt, die ich nicht weg poliert bekomme
Mit dem Cutter beim Wegschneiden des Abklebebands tief ins Holz geschnitten
Die Spachtelmasse hatte zudem gelblichbraune Spuren auf der Fußleiste und den Steinen am Eingang hinterlassen, die ich nicht rückstandslos entfernen konnte. Erledige sich von alleine, schließlich laufe man ja jeden Tag darüber.


Die Ausbesserungen an der Tür per Lack-Stift wollte Herr V. durchführen, wenn er die bis jetzt nur gespachtelten aber noch nicht überstrichenen Stellen innen im Eingangsbereich streichen würde. Denn so kann das auch nicht bleiben:

Nichts ist bis heute geschehen: Weder sind die Flecken durch Verwitterung verschwunden, noch hat Herr V. sie verschwinden lassen (dass ich Farbe besorgt habe, habe ich ihm am 19. Juli 2017 mitgeteilt), noch hat Herr V. die Wände im Eingangsbereich gestrichen, noch sind die Flecken an der Leiste weggelaufen.

Die Fenster wurden beim Einbau an einigen Stellen verkratzt. Lt. Herrn V. "völlig normal" bei einem Einbau und natürlich keine "B-Ware":


Zudem haben die Handwerker konsequent ihren Restmüll in unserer "schlauen Tonne" (= nur für Papier und Pappe) entsorgt. Wir konnten ihnen leider nicht verständlich machen, dass das so nicht geht.

Unsere Klobrille des Gästeklos konnten wir nach der Benutzung durch die Handwerker entsorgen: Die Absenkautomatik war beschädigt und alle Deckel ließen sich so ohne Widerstand nicht mehr aufrecht stellen.

Trotzdem zahlten wir (rückblickend natürlich dämlich) die komplette Rechnung, die leider den Kostenvoranschlag noch übertraf: Alleine 222 Stunden Arbeitszeit standen dort! Und - uns zum ersten Mal passiert - der Kostenvoranschlag war netto?!? Als wenn den Kunden der Netto-Preis interessieren würde! Der will nur wissen, was nachher vom Konto geht! Lt. Herrn V. eine gängige Vorgehensweise, sei immer netto. Rückblick auf den Kostenvoranschlag von 2016 von ihm: war brutto. Wie auch alle anderen Kostenvoranschläge, die ich in meiner Sammlung finden kann.

Auf den Preis-Schreck fragte ich (dreist), ob da nicht für uns noch Sonnenschutz-Rollos auf Kosten von Herrn V. für uns drin wären. Am 22. Juni 2018 schrieb Herr V. dazu:
"Über die Rollos brauchen wir nicht diskutieren, Sie sind ein guter Kunde, die Rollos gehen somit auf meine Kappe…"
Auf die Rollos warten wir ebenfalls noch heute.

Am 18. September 2017 war unser Handwerker da, der uns die neue Therme 2016 einbaute. Eigentlich um die Entkalkungsanlage zu warten. Dabei fragten wir ihn, wie es sein könne, dass die Therme seit drei Monaten plötzlich ständig an Druck verliere, sodass wir teilweise nach zwei Wochen schon wieder Wasser nachfüllen müssten. Fand er komisch. Er entdeckte dann, dass ein Heizkörper nach der Dachdämmung nicht wieder korrekt montiert worden war: Er verlor etwas Wasser. Grad so viel, dass der Druck abfiel, aber so wenig, dass es in dem noch immer nicht genutzten Dachgeschoss nicht weiter auffiel.


Wahrscheinlich seit dem Bau des Hauses 1989 befinden sich auf unserem Dach über den beiden Dachfenstern (Norden und Süden) "Lüfter-Ziegel". An der Holzdecke, die zum Zeitpunkt des Hauskaufs im Dachgeschoss angebracht war, ließen sich vor der Dämmung des Dachgeschosses keinerlei Wasserflecken entdecken. Weder während der Begehung mit einem Gutachter am 08. Juni 2016 (das Dach sollte lediglich mittelfristig "modernisiert" nicht aber "repariert" werden), noch zu einem späteren Zeitpunkt nach der Schlüsselübergabe am 10. August 2016. Während der Abrissmaßnahmen und auch danach wurden wir nicht darüber informiert, dass im Bereich der Lüfter-Ziegel ein Wassereintritt zu erkennen war. Denn wäre dem so gewesen, hätten die Handwerker das sicher nicht ignorieren dürfen sondern uns mindestens informieren müssen. Dachte ich. Handwerker sehen das anders ... [siehe Teil 2: Es tropft!]

Anfang 2018 entdeckte ich feuchte Stellen über beiden Fenstern, erst an der Süd-, kurz danach auch an der Nordseite, die schließlich sogar zu tropfen anfingen, sodass der Bereich unter den Fenstern unbenutzbar war. Am 7. Februar 2018 informierte ich Herrn V. darüber. Danach fing das eigentliche Drama an ...


[Weiter zu Teil 2 - Es tropft!]

*Ok, eigentlich sollten alle waagerechten Flächen die (dunklen) Bodenfliesen bekommen, aber da das in unserem Mini-Bad lediglich die Ablagefläche unter der Therme und das Podestchen vorm Fenster betrifft, kann man es wohl unter den Tisch fallen lassen, dass Herr V. das "vergaß" obwohl fest zugesagt.